Bezirk Neunkirchen - Niederösterreich

Brandschutzübung des UA2

Die immer häufiger auftretenden Trockenperioden und die damit verbundene Waldbrandgefahr veranlassen die Feuerwehren über solche Szenarien nachzudenken und zu sie beüben. So auch die FF Kienegg, die heuer die Unterabschnittsübung ausrichtete. Es wurde angenommen, dass ein Forstarbeiter beim Schlägern und Abbrennen von Käferholz einen Unfall erlitt und eingeklemmt wurde. Das Feuer geriet außer Kontrolle und es entstand ein Waldbrand. FF Kienegg erkundete die Lage. Durch den akuten Wassermangel an der Brandstelle wurden sofort die Tankfahrzeuge des Unterabschnittes angefordert. Die Feuerwehren aus Edlitz, Grimmenstein-Kirchau, Grimmenstein Markt, Hochegg, Wiesfleck und aus dem benachbarten Abschnitt Kirchschlag kam die FF Lichtenegg zu Hilfe. Da eine starke Verrauchung angenommen wurde, konnte die Menschenrettung nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. In der Zwischenzeit wurde ein Tankwagen-Pendelverkehr errichtet. Auf Grund der langen Anfahrtswege kam es trotzdem noch zu Engpässen bei der Löschwasserversorgung. Da es nur eine beschränkte Zufahrtsmöglichkeit gab, musste eine Zubringerleitung von etwa 400 Meter Länge errichtet werden.

Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte das Übungsziel in kurzer Zeit erreicht werden. Zur Übungsbesprechung konnte Unterabschnittskommandant HBI Kurt Polss den Bezirkskommandantenstv. Ing. Josef Neidhart, Abschnittskommandant Ing. Klaus Mayerhofer mit Stellvertreter Michael Morgenbesser, den Sachbearbeiter für Ausbildung Karl Zangl, sowie die teilnehmenden Feuerwehren begrüßen. Ortskommandant HBI Walter Haberl skizzierte in kurzen Worten den Ablauf der Übung und berichtete, dass insgesamt acht Feuerwehren mit insgesamt 12 Fahrzeugen und 85 Feuerwehrmitgliedern beteiligt waren. Sieben Atemschutztrupps standen im Einsatz.  FF Aspang war mit dem Atemluftfahrzeug des Abschnittes Aspang zur Wiederbefüllung der Atemluftflaschen vor Ort. BR Neidhart und HBI Polss die als Übungsbeobachter tätig waren, schilderten ihre Eindrücke über diese Übung und brachten Vorschläge zur Optimierung eines Einsatzes dar. Gleichzeitig erging der Dank an die FF Kienegg für die Ausarbeitung und Durchführung der Übung. Zur abschließenden Versorgung im Feuerwehrhaus Kienegg, die von der Gemeinde Thomasberg zur Verfügung gestellt wurde, lud Kommandant OBI Walter Haberl im Namen des Bürgermeisters ein.

Fotos und Text: R. Jansohn